#130 Zwischen Zweifel und Entscheidung
Shownotes
In dieser Episode tauche ich tief in das Spannungsfeld zwischen Zweifel und Entscheidung ein. Ich teile, warum uns der Moment vor der Entscheidung oft am meisten fordert und wie wir mit Unsicherheit umgehen können. Anhand eigener Erfahrungen und einer Coaching-Geschichte zeige ich, wie Aufschieben oder vorschnelles Entscheiden beides aus demselben Ursprung entstehen. Ich gebe dir drei Impulse an die Hand, die dir helfen, deine Muster zu erkennen und tragfähige Entscheidungen zu treffen. Lass dich inspirieren, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen mutiger anzugehen, denn genau dort beginnt echte Führung.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Schwarz, leicht, schwer.
00:00:29: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode hier im Podcast Schwarz-Leicht-Schwer, die Bettina hier.
00:00:35: Und ich freue mich dass du heute dabei bist!
00:00:37: Ich freue mich auch auf das heutige Thema weil heute geht es in dieser Episode um Gedanken zum Thema Zweifel und Entscheidungen.
00:00:46: Jetzt lege ich gleich los und sage dir ganz kurz was dich heute erwartet.
00:00:51: Also ich gehe tatsächlich in das Thema mal rein und schaue wirklich mal, was passiert denn so wenn es darum geht Entscheidung zu treffen.
00:01:00: Was ist dahinter?
00:01:01: Was hält uns oft ab?
00:01:02: Was hemmt uns?
00:01:03: Hab natürlich an der Stelle auch meine eigenen Erfahrungen.
00:01:07: wieder eine kurze Geschichte aus einem Coaching Und ganz wichtig am Ende drei Impulse wo ich dir vielleicht Ich sage einfach mal ein Stück weit Handlung an die Hand geben kann, wo du in zukünftigen Themen dann besser entscheiden kannst.
00:01:25: Ja und meine Situation mit der ich starten will zeigt einfach nur dass ich das selbst gut kenne und ich denke vielleicht erkennst du dich darin auch wieder.
00:01:35: wie oft sitze ich am einem Schreibtisch?
00:01:37: Ich habe mehrere Themen natürlich auch gleichzeitig auf dem Tisch Und bei mir war es damals so oder stand also der Gedanke den ich jetzt habe stand ein Gespräch an Was wichtig war, eine Entscheidung die zu treffen war.
00:01:51: Die natürlich Auswirkungen hatte und ich wusste ganz genau Ich komme daran nicht vorbei.
00:01:58: Und trotzdem habe ich genau das gemacht was ich auch bei vielen Menschen unternehmern Geschäftsführern immer wieder sehe.
00:02:05: Ich habe immer noch einmal drauf geschaut.
00:02:08: Ich hab nochmal eine Schleife gedreht.
00:02:11: Ich habe nochmal geprüft ob wirklich alles passt und Das hat sich am Anfang sogar gut angefühlt.
00:02:18: Es war strukturiert, es war sauber.
00:02:19: Es war überlegt.
00:02:21: Aber irgendwann habe ich gemerkt Ich arbeite nicht mehr!
00:02:25: Ich schiebe Und das Spannende ist... und das ist mir erst später wirklich klar geworden.
00:02:32: Es gibt auch die andere Seite.
00:02:35: Nämlich diese Seite sind die Momente In denen ich sehr schnell entscheide Nicht weil alles klar ist Nicht weil ich mir sicher bin Sondern weil ich es einfach vom Tisch haben will weil ich dieses Gefühl von Unsicherheit nicht mehr haben möchte.
00:02:52: Zack, Entscheidung getroffen weiter!
00:02:55: Und wenn ich ehrlich bin?
00:02:57: Beides hat den gleichen Ursprung Das eine ist Vermeidung durch Aufschieben und das andere ist Vermeydung durch Schnelligkeit.
00:03:08: Und genau darüber möchte ich mit dir jetzt die nächsten Minuten sprechen.
00:03:15: Der schwierigste Moment ist nicht die Entscheidung Es ist der Moment davor.
00:03:21: Das ist dieser Moment zwischen Ich weiß es nicht und ich entscheide trotzdem.
00:03:28: Und genau in diesem Moment passiert etwas, das extrem entscheidend ist.
00:03:33: Viele gehen nicht bewusst damit um.
00:03:36: Sie rutschen In ein Muster Entweder Ja sie schieben Sie analysieren, sie holen sich noch eine Meinung ein.
00:03:47: Oder sie lassen auch das Thema einfach liegen packen es wieder auf und drehen noch eine Schleife.
00:03:56: Oder sie machen das Gegenteil, sie entscheiden sehr schnell um es endlich erledigt zu haben, um dieses unangenehme Gefühl loszuwehren, um wieder Ruhe zu haben.
00:04:07: Und beides fühlt sich im ersten Moment richtig an.
00:04:12: Beim Aufschieben fühlt es sich sicherer an beim schnellen Entscheidenden fühlt ist sich entlastend an.
00:04:18: aber Beides hat einen Preis verlierst du Zeit, Klarheit und oft auch Vertrauen bei anderen und bei dir selbst.
00:04:30: Und beim schnellen Entscheidenden riskierst Du das Du nicht sauber durchdacht hast, dass Du Dinge über siehst, dass du später nachjustieren musst!
00:04:40: Wenn wir ganz ehrlich sind Beides hat nichts mit Klarheit zu tun.
00:04:45: beides ist ein Umgang mit Unsicherheit.
00:04:51: Genau da lohnt es sich einmal genauer hinzuschauen.
00:04:54: Was passiert eigentlich in diesem Moment?
00:04:57: Warum ist der Moment so schwer?
00:05:01: Gerade Menschen, die Verantwortung tragen, kennen diesen Punkt sehr gut weil sie wissen ihre Entscheidung hat Auswirkungen auf das Unternehmen, auf die Mitarbeiter, auf Strukturen und auf Ergebnisse.
00:05:14: Und genau deshalb entsteht dieser Wunsch.
00:05:17: Ich will mir sicher sein ich will nichts übersehen Ich will die bestmögliche Entscheidung treffen.
00:05:26: Und das ist nachvollziehbar!
00:05:29: Aber es hört auch oft in eine Sackgasse, denn diese Form von Sicherheit gibt es nicht – nicht im echten Leben und schon gar nicht im Business.
00:05:39: Rahmenbedingungen verändern sich, Märkte entwickeln sich, Menschen reagieren anders als geplant und selbst die beste Analyse hat Grenzen.
00:05:52: Das bedeutet, du triffst keine Entscheidung mit Sicherheit.
00:05:57: Du triff sie immer trotz Unsicherheit!
00:06:02: Es ist richtig gut.
00:06:03: also das was ich mir immer sage na?
00:06:06: Ich kann mit Sicherheit keine gute Entscheidung, sag' ich oft treffen und es ist immer ein Stück Unsicherkeit drinne.
00:06:13: deswegen gehört es beides auch für mich ganz eng zusammen.
00:06:17: Ja wenn du jetzt versuchst diese Unsicherheid komplett zu vermeiden passiert genau das, was wir vorher beschrieben haben.
00:06:26: Du schiebst oder du entscheidest zu schnell?
00:06:30: Ja in dieser Stelle erinnere ich mich an ein Gespräch, dass genau das sehr deutlich gemacht hat.
00:06:36: Ein Geschäftsführer, wachsendes Unternehmen viele Themen gleichzeitig und eine Entscheidung die immer wieder verschoben wurde.
00:06:45: Sein Satz war Ich brauche noch mehr Klarheit.
00:06:50: Das klang am ersten Moment absolut logisch.
00:06:52: Also sind wir gemeinsam durch diese Situation gegangen.
00:06:55: Wir haben uns Zahlen angeschaut, Optionen durchgesprochen, Szenarien betrachtet und irgendwann war klar Es fehlt nichts entscheidendes.
00:07:06: Und dann habe ich ihm eine Frage gestellt Eine einfache Frage Wenn Sie heute entscheiden müssten Was würden sie tun?
00:07:17: Dann wurde es erst mal ruhig Weil in diesem Moment etwas sichtbar wurde Das vorher überlagert war.
00:07:25: Die Antwort war da, aber auch etwas anderes – die Unsicherheit und vor allem die Frage bin ich bereit die Konsequenzen zu tragen?
00:07:37: Und genau das ist der Punkt um den es eigentlich geht!
00:07:41: Es geht nicht um die perfekte Entscheidung sondern es geht darum um die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen beginnt ganz oft meine Arbeit.
00:07:56: Nicht indem ich schneller entscheide und auch nicht, indem ich dazu rate noch länger zu warten sondern in dem ich genau diesen Raum halte.
00:08:05: Diesen Zwischenraum zwischen Zweifel und Entscheidung.
00:08:10: Ich stelle Fragen, ich sortiere Gedanken, ich mache sichtbar was oft schon da ist und häufig passiert dann etwas sehr spannendes.
00:08:21: die Entscheidung wird nicht leichter Aber sie wird klarer, weil sie bewusster wird.
00:08:29: Und ein Gedanke der mir selbst immer sehr geholfen hat ist er, dass ich mir sage Klarheit entsteht nicht durch noch mehr Denken und auch nicht durch Geschwindigkeit.
00:08:44: Klarheit entsteht durch bewusste Entscheidung.
00:08:48: Das bedeutet Nicht aus dem Impuls heraus entscheiden und nicht aus der Angst heraus warten sondern einen Schritt zurückgehen.
00:08:59: Und einfach mal sagen, ich sehe was gerade passiert?
00:09:04: Ich sehe meine Unsicherheit!
00:09:06: Ich sehe mein Muster und ich entscheide trotzdem.
00:09:14: An dieser Stelle möchte ich hier auch gleich drei Impulse mitgeben die helfen können damit du in Zukunft vielleicht anders damit umgehst.
00:09:24: Der erste Impuls ist Das greife ich gleich nochmal auf.
00:09:28: Erkenne dein Muster!
00:09:31: Bist du eher jemand, der Dinge vor sich her schiebt?
00:09:35: Oder bist Du eher jemand der schnell entscheidet um es loszuwerden?
00:09:41: oder weil das vielleicht aus deiner Sicht auch notwendig ist, schnell zu entscheiden?
00:09:47: Diese Ehrlichkeit mit Dir selbst ist der erste Schritt denn solange Dir Dein Muster nicht bekannt ist wirst Du immer wieder automatisch darin Landen.
00:09:59: Ja jetzt überlege, bist du jemand der schiebt oder bist du irgendjemand der schnell entscheidet?
00:10:05: Jetzt kommt mein zweiter Impuls.
00:10:07: Schaffe dir einen klaren Entscheidungsrahmen!
00:10:11: Nicht unendlich Zeit aber auch nicht sofort.
00:10:15: Frag dich was weiß ich bereits Was fehlt mir wirklich noch und was ist nur ein Gefühl?
00:10:25: Und noch ganz wichtig bis wann treffe ich eine Entscheidung?
00:10:29: Und dieser Rahmen verhindert beide Extreme, weil Entscheidungsrahmen ist wichtig.
00:10:37: Weil wenn ich mir dort nicht konkret sage bis wann möchte ich was entschieden haben dann komme ich wieder in die sozusagen Schieberitis und das wollen wir ja nicht.
00:11:01: Unterschied und der er verändert enorm viel.
00:11:06: Wenn du entscheidest, um ein unangenehmes Gefühl loszuwerden, wirst Du entweder zu schnell sein oder zu spät.
00:11:15: Und wenn Du aber entscheidst weil Du Verantwortung übernimmst wird die Entscheidung klarer.
00:11:22: Sie ist vielleicht nicht perfekt Aber sie ist tragfähig.
00:11:28: Und vielleicht bist du gerade an diesem Punkt so zwischen Zweifel und Entscheidung.
00:11:34: Vielleicht erkennst Du Dich eher im Aufschieben wieder oder vielleicht auch eher im Schnellen entscheiden.
00:11:41: Es kann auch sein, dass es ein Mix von beiden ist aber eins überwiegt mit Sicherheit immer.
00:11:47: Dann nimm einfach diese Gedanken mit die ich Dir jetzt zum Ende der Episode hier nochmal einfach kurz zusammenfasse.
00:11:57: Du brauchst keine Sicherheit um zu entscheiden!
00:12:00: Du brauchst Klarheit über dich selbst und du benötigst den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
00:12:09: Weil genau dort beginnt Führung!
00:12:13: Und an der Stelle gleich noch ein Zitat vom Karl Friedrich Schinkel, der sagte wer die Perspektive ändert sie die Dinge in einem anderen Licht weil Entscheidungsblockaden entstehen sehr oft dadurch, dass die Alternativen nur aus einer einzigsten Perspektive betrachtet werden.
00:12:39: Der Versuch mal noch andere Perspektiven einzunehmen kann nämlich komplett vollkommen neue Gedanken und Bewertungen auslösen.
00:12:49: Und das ist jetzt in der Regel nichts Ungewöhnliches.
00:12:53: deswegen merkt ihr vielleicht einfach auch Perspektivwechsel.
00:12:57: Schau einfach mal in die Dinge, die aus einem anderen Blick Winkel an.
00:13:03: So und wenn du jemanden kennst, der vielleicht genau in diesem Spannungsfeld gerade steht zwischen zu schnell Und gar nicht entscheiden dann teile gerne auch diese Folge Wenn du merkst dass Du selbst festhängst.
00:13:19: Manchmal entsteht Klarheit Auch Nicht Im Denken Sondern Im Gespräch und In Diesem Sinne sage ich danke Dass Du Dabei warst Danke Dass Du Mein Podcast folgst.
00:13:30: Ich Wünsche Dir Jetzt eine gute Zeit und großartige Entscheidungen, und sage bis bald mal wieder Deiner Bettina.
00:13:42: Das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß – die Kunst liegt darin Stärke zu zeigen
00:13:47: und Schwächen
00:13:48: zu akzeptieren!
00:13:50: Jetzt damit loslegen denn Stehaufmenschen sind widerstandsfähiger Und vor allem Nichtschwarz sehen sondern Schwarz hören.
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