#135 Muss ich auf alles eine Antwort haben?
Shownotes
In dieser Episode lade ich dich ein, gemeinsam mit mir die Kraft offener Fragen zu entdecken. Wie oft glauben wir, immer die perfekte Antwort finden zu müssen? Ich teile persönliche Geschichten und Erfahrungen, die zeigen, wie wertvoll es sein kann, Fragen im Raum stehen zu lassen und warum nicht jede Entscheidung sofort getroffen werden muss. Statt nach schnellen Lösungen zu suchen, geht es darum, sich selbst zuzuhören und Klarheit auf einem tieferen Level zu finden. Lass uns gemeinsam herausfinden, warum manchmal ein einziger Gedanke genügt, um den Blick auf das Leben zu verändern. Schön, dass du dabei bist und dich auf diese Sommerreise einlässt!
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Transkript anzeigen
00:00:10: Herzlich willkommen bei Schwarzleicht-Schwer.
00:00:13: Deinem Podcast für Klarheit und Haltung.
00:00:17: Manche Fragen begleiten uns länger als Antworten, manche Entscheidungen verändern mehr als nur unseren Weg – und manchmal genügt ein einziger Gedanke um die Welt mit anderen Augen zu sehen!
00:00:33: Ich bin Bettina Schwarz.
00:00:35: seit über dreißig Jahren begleite ich als Behringspartnerin, Coach und Beraterin Menschen die Verantwortung tragen und ihren eigenen Weg bewusst gestalten möchten.
00:00:48: In den kommenden Wochen nehme ich dich hier bei Schwarzleicht schwer mit in meine Reihe.
00:00:54: Gedanken des Sommers.
00:00:56: Ich teile mit dir persönliche Erfahrungen, Beobachtungen und Impulse Die zum Innerhalten einladen Den Blick weiten und dich auf deinem Weg zu mehr Klarheit und Haltung begleiten.
00:01:10: Schön, dass du heute dabei bist!
00:01:21: Gedanken des Sommers.
00:01:23: Bevor wir heute beginnen möchte ich Dich mit auf eine kleine Reise nehmen.
00:01:29: Als ich vor einigen Tagen die Episode Die Kraft der Pause aufgenommen habe hatte ich bereits das Gefühl, daß dort etwas beginnt.
00:01:39: Damals wusste ich allerdings noch nicht genau was Ich wusste.
00:01:43: nur Dieser Gedanke sollte nicht allein bleiben.
00:01:49: Und vielleicht kennst du solche Momente auch?
00:01:52: Eine Idee taucht auf, noch ohne Namen – noch nicht ganz fertig!
00:01:57: Aber du spürst, dass daraus etwas entstehen möchte.
00:02:02: Und genauso war es auch bei mir.
00:02:05: Erst nach der Veröffentlichung wurde mir bewusst die Kraft der Pause war viel mehr als nur eine Podcast-Episode.
00:02:14: Sie war der erste Gedankel einer Reise, eine Reise durch diesen Sommer.
00:02:21: Und genau daraus ist diese Reihe entstanden.
00:02:26: Gedanken des Sommers Sieben Gedanken und vielleicht bleibt am Ende nicht jeder davon aber vielleicht beginnt dich einer ein Leben lang zu begleiten!
00:02:40: Ich wünsche mir nicht dass du nach jeder Episode eine neue Antwort findest.
00:02:46: ich wünsche dass dich vielleicht ein einziger Gedanke begleitet, beim Spazierengehen im Urlaub auf dem Weg zur Arbeit oder einfach in einem stillen Moment.
00:02:59: Denn manchmal reicht ein einziges Gedanken um den Blick auf das Leben ein wenig zu verändern und deshalb freue ich mich, dass wir diese Reise heute gemeinsam fortsetzen!
00:03:13: Und ich sage Willkommen zu Gedanken II Und dieser lautet, muss ich wirklich auf alles eine Antwort haben.
00:03:25: Ich beginne da mal mit einer kleinen persönlichen Geschichte.
00:03:29: Vor einiger Zeit waren der Mann und ich Abendessen.
00:03:33: zwar nichts Besonderes Es war im letzten Jahr ein schöner Sommerabend.
00:03:38: Wir saßen draußen die Sonne ging langsam unter und auf den Tischen standen kleine Kerzen.
00:03:44: es war total gemütlich Einer dieser Armende, an denen man eigentlich nur den Moment genießen möchte.
00:03:54: Und wie das dann so ist?
00:03:55: Die Bedienung brachte die Speisekarte und ich schlug sie auf.
00:04:00: Pasta, Fisch, Salat ein vegetarisches Gericht.
00:04:05: Ich weiß nicht!
00:04:07: Eigentlich keine schwere Entscheidung und trotzdem blätterte ich vor und zurück las jede Beschreibung verglich überlegter Und mein Mann schaute mich nach einer Weile an und dann schmunzelte er und sagte ganz trocken, Schatz wir bestellen nur das Abendessen.
00:04:28: Wir treffen keine Unternehmensentscheidung!
00:04:31: Ja und ich musste lachen, ich musste wirklich lachen weil er natürlich recht hatte.
00:04:37: Es ging um ein Abendessen und es ging nicht um eine Lebensentscheiding.
00:04:43: und trotzdem hat mich dieser Satz noch lange beschäftigt Vielleicht deshalb, weil ich mich daran selbst erkannt habe.
00:04:52: Nicht nur an diesem Abend sondern an vielen anderen Tagen!
00:04:58: Wie oft suchen wir eigentlich nach der perfekten Entscheidung?
00:05:02: Nicht nach einer guten nicht nach einer Stimmigen, sondern nach der einen Entscheidung und bei der garantiert auch nichts schief geht.
00:05:15: Und vielleicht kennst du das.
00:05:17: Vielleicht auch noch ein anderes Beispiel.
00:05:19: Du schreibst eine E-Mail, eigentlich ist sie fertig!
00:05:22: Du liest sie noch einmal dann noch einmal du tauschst zwei Wörter aus, änderst einen Satz, liest erneut nicht weil sie schlecht war sondern weil sie noch besser werden könnte.
00:05:37: oder vielleicht noch ein drittes Beispiel du stehst vor einer Entscheidung.
00:05:42: soll ich zusagen?
00:05:43: soll ich absagen?
00:05:44: soll sich noch warten?
00:05:45: soll dich noch jemanden fragen?
00:05:47: Du kennst diesen Satz sicherlich.
00:05:50: Ich schlafe noch einmal drüber, richtig so ein Klassiker!
00:05:54: Manchmal ist das klug, manchmal ist es aber auch nur ein Versuch die Verantwortung noch ein wenig aufzuschieben weil wir nämlich hoffen morgen die perfekte Antwort zu finden und ich frage mich manchmal wann wir eigentlich angefangen haben zu glauben dass es auf alles eine richtige Antwort geben muss.
00:06:21: Und ja, was mir da so einfällt ist vielleicht war es schon in der Schule.
00:06:28: Dort gab es richtige Antworten und falsche und auf die richtigen gab es gute Noten und auf den schlechten oder falschen gab es schlechte Noten.
00:06:37: Vielleicht wars das?
00:06:39: Oder später im Beruf.
00:06:41: Da ging's um Kennzahlen, Ziele, Ergebnisse.
00:06:45: auch dort wollten wir möglichst richtig liegen Und irgendwann übertragen wir dieses Denken auf unser ganzes Leben.
00:06:54: Aber da wäre funktioniert das Leben gar nicht so!
00:06:58: Das Leben ist kein Multi-Plate-Joyce-Test, es fragt uns nicht A, B oder C Es fragt viel leiser und manchmal viel unbequemer.
00:07:14: Jetzt erinnere ich mich auch an eine Geschichte die ich kurz teilen möchte.
00:07:17: Ich saß mit einem Geschäftsführer.
00:07:20: Wir saßen zusammen, wir saßen uns gegenüber.
00:07:22: Es war ein kluger Mensch und ein kluger Unternehmer und er führt sein Unternehmen seit vielen, vielen Jahren.
00:07:28: Und auf einmal schaute er mich an und sagte Frau Schwarz sagen Sie mir einfach was ich tun soll?
00:07:37: Ich weiß noch ganz genau dass ich einen Moment erst mal geschwiegen habe nicht weil ich keine Idee hatte sondern weil ich wusste das meine Antwort Niemals so gut sein würde wie seine eigene Antwort.
00:07:54: Also habe ich nicht geantwortet.
00:07:57: Ich habe gefragt, was beschäftigt sie an dieser Entscheidung wirklich?
00:08:05: Zuerst entstand stille Dann sprach er Nicht über Zahlen, nicht über Strategien und auch nicht über Markt Sondern über seine Sorge.
00:08:17: Über Verantwortung sprach Er Und auch über die Angst Mitarbeiter zu enttäuschen.
00:08:24: Um plötzlich ging es gar nicht mehr um die Entscheidung, es ging um den Menschen – nämlich um ihn der sie treffen musste!
00:08:33: Und genau das erlebe ich bis heute immer wieder und immer wieder.
00:08:37: Die eigentliche Frage liegt oft eine Ebene tiefer.
00:08:42: Und vielleicht ist das auch einer der Gründe warum ich meinen Beruf so gerne mache?
00:08:47: Nicht weil ich Antworten gebe sondern weil ich Fragen stelle Fragen, die Menschen sich selbst noch nie gestellt haben oder vielleicht auch nicht stellen möchten.
00:09:01: Und weißt du das gilt nicht nur für Unternehmer es gilt für uns alle denn wie oft fragen wir was soll ich tun?
00:09:11: Dabei wäre die Frage doch viel spannender Was ist mir eigentlich wichtig?
00:09:19: Oder vielleicht auch so formuliert Wovor habe ich gerade Angst?
00:09:26: Oder noch eine dritte Variante, welche Entscheidung fühlt sich für mich stimmig an.
00:09:31: Und das sind Fragen auf die Google und auch Shatchity nicht die Antworten haben, die du in diesen Momenten brauchst.
00:09:41: Ihr Leben in einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist.
00:09:47: Innerhalb weniger Sekunden können wir alles Nachschlagen recherchieren Aber Klarheit entsteht nicht durch Informationen.
00:09:56: Klarheit entsteht, wenn wir beginnen uns selbst zuzuhören.
00:10:02: und genau dafür brauchen wir etwas das im Alltag oft zu kurz kommt Zeit Ruhe Und manchmal auch den Mut eine Frage einfach einmal offen zu lassen.
00:10:19: und ich glaube wir unterschätzen offene Fragen.
00:10:23: Wir empfinden sie oft als unangenehm, weil wir sie möglichst schnell schließen möchten.
00:10:30: Doch vielleicht sind gerade Sie die wertvollsten Begleiter!
00:10:34: Denn nicht jede Frage braucht heute eine Antwort.
00:10:39: Manche Fragen dürfen mit uns spazieren gehen – ein paar Tage, ein paar Wochen, vielleicht sogar einen ganzen Sommer und irgendwann merken wir, dass sich die Antwort ganz leise gezeigt hat?
00:10:55: Nicht weil wir sie gesucht haben, sondern weil wir bereit geworden sind Sie zu erkennen.
00:11:05: Nicht jede gute Entscheidung beginnt mit einer Antwort.
00:11:11: Viele Entscheidungen beginnen mit einer guten Frage.
00:11:16: Danke dass du dir Zeit für diesen Gedanken des Sommers genommen hast.
00:11:22: Ich freue mich darauf wenn wir uns beim nächsten Gedanken des Sommer wieder hören.
00:11:27: Bis dahin wünsche ich dir Klarheit im Denken, Haltung im Handeln und vor allem eine gute Sommerzeit.
00:11:35: Bis bald Deiner Bettina!
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